Donnerstag, 14. Februar 2019

Treffpunkt Tanz TheaterBremen

(Bremen) Die Tanzsparte am Theater Bremer hat eine Veranstaltungsreihe aufgelegt bei der sich Publikum und Ensemble auf einer analogen Metaebene treffen können. Probebühne Tanz #3 oder PBTanz #3 Beat - Ein Abend mit Nora Horvath war gestern, und weitere Abende in diesem Format werden folgen. Nach einer kurzen Einführung zeigten Nora Horvath und Gabor Ivanov eine vierzigminütige Choreografie. 

„Beat“, was sich so einfach auf ein einziges Wort reduzieren lässt, eröffnete einen Bewegungskosmos unendlicher Weite. Entstanden ist dieses Stück aus einer Vielzahl von YouTube Filmen von denen sich Horvath inspirieren ließ. Der Takt im Volkstanz, im HipHop, im Standart, oder Techno eben in allen Tänzen ist genau das was die Melodie erdet. Und so war es dann auch: erdverbunden, konkret, energiegeladen. Hervorstechend dabei ist die Wiederholung. Jeder der schon einmal einen bestimmten Bewegungsablauf vielfach wiederholen musste kennt die Überraschung wenn er merkt dass es kein Gleichmass darin gibt. Eine Körper-Geist-Erfahrung die, falls wir uns darauf einlassen, uns eine tiefere Einsicht darin geben was man den Trott oder die tägliche Tretmühle nennt.

Der trockene Norddeutsche braucht schon so einen Eisbrecher um durch seinen Kokon zu brechen. Nora Horvath und Gabor Ivanov haben es geschafft, was der nicht enden wollende Applaus deutlich zeigte. Nach einer kleinen Pause, in der sich die Probebühne in eine Talkshow verwandelte entstand eine lockere Gesprächsrunde. Gregor Runge und Andy Zondag, dem wir diese Veranstaltungsreihe verdanken, führten das Gespräch mit den Tänzern. Das in englischer Sprache geführte und übersetzte Gespräch brachte einige Einblicke in ihre Arbeitsweise und Hintergründe zu „Beat“. Sie interessiert sich für den Ursprung einer tänzerischen Bewegung und was wir alle damit bezwecken. Dabei wählte sie einen Minimalismus der durch die Produktionsbedingungen in Ungarn sich quasi aufdrängt. Kein Bühnenbild, alltägliche Kleidung, alles Umstände die mit einem minimalem Budget eine künstlerische Arbeit ermöglichen. Ein Umstand dem man in Dresden wegen dem Schulterschluss von CDU und AfD einen bedauernswerten Schritt näher gekommen ist. Nora Horvath die seit dieser Spielzeit festes Ensemblemitglied ist wird in Crash, Hiatus, polaroids:remix und Will happiness find me mitwirken. die Ungarin, die schon mit 3 Jahren im Wohnzimmer ihrer Eltern erste Improvisationen ausprobierte machte 10 Jahre Kunstturnen bis sie es von einem auf den anderen Tag aufgab, oder anders gesagt den Leistungsdruck quittierte, um sich dem Tanz zu widmen. Mit Jenna Jalonen gründete sie 2017 das Collective Dope in dem auch die Choreorafie dieses Abends entstand.

Die nächste PBTanz #4 findet am 24. April statt. Da jeder dieser Abende anders verläuft darf man gespannt sein.

Freitag, 8. Februar 2019

People Power im Theater Wrede+ Oldenburg

Bist Du ein*e guter Bürger*in? Vielleicht nickst Du jetzt innerlich. Aber bist Du auch ein*e guter Bürger*in in den Augen deines Staates? Finde es spielend heraus, in People Power mit seiner einzigartigen interaktiven Gamestruktur. Was Du brauchst sind Humor, Herz und Verstand und eine gehörige Portion Entscheidungs- und Spielfreude, denn die Uhr tickt.
Das Szenario: Wie konnte das nur passieren? Ein populistischer Autokrat regiert das Land, aber zum Glück stehen Neuwahlen bevor. Du, als Teil eines kritischen Theaterabends, wirst festgenommen und kämpfst gemeinsam mit den anderen Festgenommenen um eure Freilassung. Worauf setzt du? Auf den Regierungswechsel oder auf einen Deal mit dem Machthaber, der nach Zustimmung lechzt? Vielleicht rettest Du die Welt oder nur die eigene Haut. Denn mit den neuen „demokratischen“ Herrschern dieser Welt ist das so eine Sache. Wohl dem, der sich im Glanz des vermeintlich starken Befehlshabers wohl fühlt. Aber welche Optionen hat der Rest? JETZT ist die Zeit es herauszufinden.

Fr. 22.03. Uraufführung, Sa. 23.03., Fr. 29.03., Sa. 30.03. jeweils 20:30 Uhr
Karten gibt es hier: 0441/9572022

Freitag, 25. Januar 2019

Braucht die Welt ein Museum für die Nachhaltigkeit?

Die Antwort darauf findet man bei der Museums- und Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 31.1.2019  um 19:00 Uhr in Wiesenbach bei Heidelberg, dort öffnet dann das weltweit erste seiner ART

Ist die Nachhaltigkeit reif für ein Museum?  Wenn es nach dem Konzeptkünstler Samuel J. Fleiner geht, dann ja. Aber nicht, weil das Konzept der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern schon über 300 Jahre alt ist… (1713 wurde der Begriff Nachhaltigkeit mit der Veröffentlichung der Sylvicultura oeconomica von Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz erstmals verwendet.) Bei dem Konzept Nachhaltigkeit geht es aktuell darum Zukunft so zu gestalten, dass für die jetzt lebenden und die kommenden Generationen eine Welt geschaffen wird, die es ermöglicht global ein gutes und sorgenfreies Leben zu führen.
Dazu muss man buchstäblich das Rad neu erfinden, oder aber denjenigen ein Forum geben, die es schon getan haben und die es immer wieder tun.
Fleiner hat in seiner Doppelfunktion als Künstler und Kurator der Region ein neues Museum beschert. Es ist nach unserem Kenntnisstand das ERSTE MUSEUM WELTWEIT, das sich in wechselnden ausschließlich mit nachhaltiger Kunst und nachhaltigem Design beschäftigt.
Apropos Rad: Passend zur Eröffnung wird der Schwerpunkt der Pilotausstellung auf dem Themenkomplex Mobilität liegen.  Kurator Fleiner stellt die Frage: Was bewegt uns in Zukunft? Und dazu gehört nicht nur die Beweglichkeit in technischer Hinsicht, sondern auch das, was uns emotional bewegt.
Die Ausstellung ist deshalb nicht nur eine Technikschau, sondern auch ein best of der Sustainable Arts Biennale, die Fleiner seit 2004 kuratiert hat.
Ehrengast der Eröffnung ist der Schweizer Konsul Thomas Casura aus Stuttgart. Denn viele gute Ideen in Kunst und Mobilität kommen aus dem Hightech-Land Schweiz. Die Schweiz ist es, die seit 2005 den Rekord in Energieeffizienz bei Kraftfahrzeugen hält (5385 km mit 1l Benzinäquivalent) und die mit dem Designer Frank M. Rinderknecht unter dem Label RINSPEED einen ganzen Thinktank zum Thema Zukunft des Verkehrs zu bieten hat. Der PS-Verliebte Querdenker hat sich vom Saulus zum Paulus gewandelt und denkt seit vielen Jahren das Thema Auto komplett neu. Multimodale Konzepte wie RINSPEED SNAP, die Revolution des Autozuges durch Querverladung der Fahrzeuge beim RINSPEED UC oder das Carsharing Mobil MICROMAX, das statt mit dem Zündschlüssel vom Telefon seiner Nutzer gefunden und damit gestartet und gefahren werden kann.
Für die musikalische Umrahmung sorgt Zayan, ein hoch talentierter junger Sänger aus Südafrika, der in Wiesenbach wohnt und sich aktuell auf sein Studium an der Popakademie in Mannheim vorbereitet.
Die Ausstellung „Arte Sustemobile 2.0 – was bewegt in Zukunft?“ wird gefördert aus dem Fonds Nachhaltigkeitskultur der Bundesregierung.

Konzept und Idee: Samuel J. Fleiner, Ausstellungsdesign Friedo Stucke.
Öffnungszeiten:       Di-So 10:00 -17:00 Uhr
Ort: Antoniushof, Hauptstr. 77, 69257 Wiesenbach 
Kunst, Gesundheit, Bildung e.V., Kontakt: 0179 7049445

Donnerstag, 17. Januar 2019

LOVE ME HARDER - eine flausen+ koproduktion

(Oldenburg). Letzte Vorstellungen: Glitter, Glitzer, Gesang und Sekt – die Bühne wird noch ein einziges Mal zum Schmusepalast – im theater wrede+, Klävemannstraße 16 in Oldenburg. Die funkensprühende und zugleich nachdenkliche Performance „LOVE ME HARDER“ von CHICKS* freies performancekollektiv, welche bei den letzten Vorführungen ausverkauft war, sucht am 31.01.19 und am 01.02.19, jeweils um 20h00 nach einer neuen Form männlicher Erotik.  Dies ist nicht als Gegensatz von Femininität zu sehen, sondern vielmehr als Bruch von Konzepten patriarchaler Männlichkeit. Siehe auch Kritik vom 18. November 2018: Theater tatsächlich innovativ
Weitere Informationen sowie Karten unter: www.theaterwrede.de oder 0441–9572022 und bei den bekannten Vorverkaufsstellen.

Es Knurrt weiter in der Milchstraße

(Hannover) Auf Grund der großen Nachfrage meldet das Theater an der Glocksee spontan noch zwei weitere Vorstellungen von „Das Knurren der Milchstraße“ anzubieten. Am 6. und 9. Februar gibt's nun also die definitiv letzte Chance für einen Besuch in unserer verrückt gewordenen Milchstraße. Für beide Termine kann ab jetzt reserviert werden. Karten online hier!!

Sonntag, 13. Januar 2019

Figurentheater feiert Jubiläum

(Bremerhaven) Ein Fest für die Freundinnen und Freunde des Figurentheaters, denn seit 20 Jahren gibt es nun das Figurentheater Bremerhaven mit festem Haus im Fischereihafen von Bremerhaven. Das wollen wir gebührlich feiern! So Ulrike Anderson. Gemeinsam mit dem Kulturamt haben sie ein Programm zusammengestellt: die Masken der Familie Flöz sind ins Stadttheater eingeladen die Bühne Cipolla kommt ins Capitol und natürlich wird auch direkt im Figurentheater gefeiern!
Dort haben sie am 2. und 3. März das belgische TOF Theatre zu Gast mit der Inszenierung "Dans L'Atelier" (In der Werkstatt) - ein geniales kleines Stück ohne Worte. Ein kleiner Vorgeschmack gefällig?! Hier finden Sie ihn: youtu.be  „reiner Wahnsinn, klug, brilliant!“ schreibt die Zeitung „Le Soir“
Karten gibt es ab sofort!
Begleitet werden die Jubiläumsvorstellungen von einer Ausstellung im benachbarten Fotostudio von Martina Buchholz. Bei einem Glas Sekt können Sie sich dort ausgewählte Figuren der letzten 20 Jahre aus der Werkstatt von Ulrike Andersen ansehen und Fotos der Inszenierungen seit der Gründung des Figurentheaters Bremerhaven. Die Ausstellung ist ab 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet.
Termine: 2. um 20:00 Uhr und 3. März um 17:00, 18:30 und 20:00 Uhr 2019:

Ort und Kartenbestellung: Figurentheater Bremerhaven, An der Packhalle V, 27572 Bremerhaven,  Tel. 0471-417584, Internetseite: www.figurentheater-bremerhaven.de

Freitag, 4. Januar 2019

"eine art" in Oldenburg

Heute am Freitag, den 04.01.2019 seit 17 Uhr eröffnet "eine art", ein Raum für Kunst, in der Burgstraße 31 in Oldenburg seine Türen. „eine art“ - das ist der Ausstellungsraum, den mehrere Künstlerinnen sofort nutzen, um eigene Werke zu präsentieren. Gemeinsam mit Susanne Schwartinsky-Probst als Initiatorin, zeigen Anke Dinkelbach, Anne Hollmann, Gertje Kollmann und Martina Michalski-Schulze Arbeiten der Malerei und Bildhauerei. Zwei der Künstlerinnen leben und arbeiten in Oldenburg, die anderen in Kirchhatten, Dötlingen und Ostrhauderfehn. Maria-Anna Nordiek aus Sandhatten wird als Gastkünstlerin dabei sein und zeigt künstlerische Objekte.